Der Wahrheitsraum

Der Wahrheitsraum bietet einen Ansatz für Gruppen, der sie darin unterstützt, sich auf einer tieferen Beziehungsebene miteinander zu verbinden. Hierfür nutze ich unter anderem die Erkenntnisse der Gefühls- und Beziehungsarbeit, wie sie in den Büchern und Seminaren von Vivian Dittmar und Chiara Jana Greber gelehrt werden. Die Struktur lässt sehr tiefe emotionale Prozesse zu und kann dabei Gruppendynamiken auflösen, die bislang den Erfolg, die Harmonie und Zufriedenheit innerhalb der Gruppe behindert haben. Letztlich werden die Teilnehmer auch befähigt und ermuntert, ähnliche Räume für sich selber zu schaffen.

Für wen ist der Wahrheitsraum geeignet?

Der Wahrheitsraum ist für Menschen gedacht, die bereit sind, sich als in ihrem ganzen Mensch-Sein zu begegnen und sich dabei gefühlsmäßig mit sich selber und einander auf Augenhöhe zu verbinden. Hierfür ist die prinzipielle Bereitschaft erforderlich, Gefühle wie Wut, Angst, Trauer, Scham und Freude zu fühlen und zu respektieren, damit die Gefühle als soziale Kräfte wirksam werden können.

Da der Wahrheitsraum auf einer Arbeit auf Augenhöhe also ohne Hierarchien basiert, ist er auch sehr gut als vertrauensbildende Maßnahme für Gruppen geeignet, die hierarchielos und selbstorganisiert arbeiten wollen.

Was heißt  „Gefühle als soziale Kräfte“?

Nach der Lehre von Vivian Dittmar und Chiara Jana Greber kommuniziert uns jedes der 5 Grundgefühle sehr deutlich, wie wir eine bestimmte Situation interpretieren. Erst indem wir das zugehörige Gefühl auch fühlen, können wir uns mit anderen Menschen und andere Menschen sich mit uns und unserer Sicht empathisch verbinden. Es entsteht soziale Beziehung und daher werden diese 5 Grundgefühle als soziale Kräfte bezeichnet.

Was heißt „Augenhöhe“?

Augenhöhe heißt, dass in diesem Raum auch hierarchische Strukturen innerhalb der Gruppe bewusst aufgelöst werden. Sollten in der Gruppe Führungsstrukturen existieren, dann ist es erforderlich, dass die Vorgesetzten bereit sind, während des Prozesses ihre Führungsrolle abzulegen. Auch die übrigen Personen der Gruppe sind aufgefordert, ihren Vorgesetzten für die Dauer des Prozesses nicht in der Rolle des „Vorgesetzten“ zu begegnen, sondern sich auf den Menschen hinter der Rolle einzulassen.

Wieviel Zeit sollte für die Struktur geplant werden?

Für die erste Session sollten mindestens 3 Stunden geplant werden, da auch eine ungefähr einstündige Einführung in die Gefühlsarbeit erforderlich ist. Für Folgesessions, in denen alle Teilnehmer schon eine Einführung bekommen haben, sind dann für den Prozess mindestens 2 Stunden erforderlich.

Weitere Fragen?

Sollten Sie Interesse an einer Session oder noch weitere Fragen haben, dann können Sie mich hier erreichen.